portrait

PORTRÄT

Rolf Beuchert ist seit dem Jahr 1980 musikalischer Leiter des Rutesheimer Kammerorchesters.  Er studierte Schulmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und Germanistik an der Universität Stuttgart sowie Musikwissenschaft an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Im Anschluss daran studierte er bei Prof. Thomas Ungar an der Musikhochschule in Stuttgart Orchesterleitung und legte dort die Künstlerische Abschlussprüfung ab.
Meisterkurse führten ihn zu den Dirigenten Witold Rowicki und Karl Österreicher (Wien), Helmuth Rilling (Stuttgart), Raphael Kubelik (Luzern), Laszlo Somogyi (Ungarn) sowie Richard Schumacher (Lugano).

Rolf Beuchert war zunächst 12 Jahre Dirigent des Plochinger Kammerorchesters. Im Jahr 1977 wurde er unter der Intendanz von Claus Peymann als musikalischer Leiter an das Schauspielhaus der Württembergischen Staatstheater Stuttgart berufen.

Bis 2014 unterrichtete er am Leonberger Johannes-Kepler-Gymnasium. Während dieser Zeit gründete er die Bigband der beiden Leonberger Gymnasien und leitete sie 32 Jahre lang.

An der VHS Leonberg hält er Vorlesungen. Aktuelles Thema im Wintersemester: „Musik und Humor“.

Als Dirigent und Pianist arbeitete er mit zahlreichen renommierten Solisten wie Jörg Demus, Gerhard Oppitz, Chia Chou, Karl Heinz Lautner, Hortense Cartier-Bresson, Ulrike-Anima Mathé, Hans-Georg Mathé, Antonio Meneses, David Orlowksy, Albrecht Holder, Robert Dohn, Johannes Fischer, Nikola Lutz, Sarah Wegener, Robert Wöhrle, Daniel Gloger, Angelika Luz, Regina Marheineke, Dominik Köninger, Tero Hannula, Karl-Friedrich Dürr, Fritz Linke, Werner Knorr, Andreas Wagner, Anne Czichowsky, Alessia Park, mit den Komponisten Jacques Loussier, Friedrich Zipp, Hans-Georg Koch, Andreas Käch, Gregor Hübner, den Regisseuren Helmut Palitsch, Ernst Poettgen, Alfred Kirchner, den Schauspielern Edith Heerdegen, Kirsten Dene, Hubert Kronlachner, Wolfgang Kraßnitzer, Branko Samarovski.

Er leitete unter anderem eine der ersten Aufführungen in Deutschland von Andrew Lloyd Webbers Requiem, Jacques Loussiers Lumieres und Karl Jenkins Stabat mater.

Die Arbeit mit dem Rutesheimer Kammerorchester liegt ihm sehr am Herzen. Das Orchester fördert konsequent junge musikalische Talente und ist durch die Mischung der Orchestermitglieder mit sehr guten Amateuren, Musikstudenten und Berufsmusikern zugleich eine Institution in der Erwachsenenbildung.

Unter seiner Leitung spielte das Rutesheimer Kammerorchester bisher 123 Konzerte, wobei 229 Werke von über 100 verschiedenen Komponisten aufgeführt wurden. Dabei wurde über 40 jungen begabten Instrumentalisten bzw. Sängerinnen und Sängern aus der Region, die meist Preisträger verschiedener Musikwettbewerbe waren, die Gelegenheit für einen Soloauftritt gegeben. Viele der jungen Talente haben später ein Musikstudium begonnen oder konnten die Konzerte mit dem Rutesheimer Kammerorchesters während ihres Studiums als Plattform für ihre weitere Karriere nutzen.

2008 leitete er die Uraufführung von Gregor Hübners „Double Concerto für Sopransaxophon, Violine und Orchester“, einer Auftragskomposition der Stadt Rutesheim, mit Klaus Graf und Gregor Hübner als Solisten.

Mit dem Rutesheimer Kammerorchester als Begleitorchester und in Zusammenarbeit mit Sängerinnen und Sängern der Staatsoper Stuttgart inszenierte und dirigierte Rolf Beuchert in Rutesheim mehrere barocke Opern bzw. Opernintermezzi: Pergolesi La serva padrona, Gaelle Die schwäbische Schöpfung, Telemann Pimpinone, Orlandini Bacocco und Serpilla.

Das Rutesheimer Kammerorchester wurde 1975 gegründet. Musikbegeisterte Laienmusiker musizieren dabei mit Musikstudenten und Berufsmusikern. Eine wichtige Zielsetzung und Aufgabe des Orchesters ist es, junge Talente zu fördern. Dies geschieht, indem es regelmäßig im Rahmen seiner Konzerte jungen und besonders begabten Instrumentalistinnen/en und Sängerinnen/Sängern aus der Region die Gelegenheit für solistische Auftritte bietet.

Das Orchester gibt in der Regel jährlich 3-4 Konzerte in Rutesheim und Umgebung. Die Proben finden projektbezogen statt.

Die Verantwortung für das Orchester trägt ein Kuratorium aus mehreren Orchestermitgliedern, dem Herr Friedemann Schweizer vorsteht.